Man muss ja nicht alles versichern!

Man muss ja nicht alles versichern!

Eigentlich kennt das fast jeder: Der Versicherungsvertreter im Wohnzimmer erzählt Ihnen wo ihre Versicherungslücken sind. Sehr effektiv und wortgewandt zeigt er ihnen was für fantastische Vorteile sie mit seinen Verträgen haben und wie “günstig“ sie doch bei ihm versichert sind. Zum Schluss hat man irgendetwas unterschrieben und hofft es geht alles gut, bzw. das was man unterschrieben hat sorgt dann im Schadenfall auch dafür dass man einen entstandenen Schaden ersetzt bekommt.
Doch Hand aufs Herz: Muss man den wirklich alles versichern? Vom Prinzip her nicht. Es gehört schon eine große Portion Pessimismus dazu wenn man sein Geld in sehr viele Versicherungen investiert. Letztlich gibt es bestimmte Risiken die man absichern sollte (und das auch wirklich Sinn macht) aber auch eine Vielzahl an Versicherungsverträgen die man in Wirklichkeit gar nicht benötigt weil das Risiko so gering ist wie die Wahrscheinlichkeit zwei „Sechser“ im Lotto hintereinander zu bekommen.

Was ist ein wirkliches „muss“?
In jedem Fall gehört eine Privathaftpflichtversicherung, für Hunde-und Pferdebesitzer eine Tierhalterhaftpflichtversicherung, selbstverständlich eine Kraftfahrzeugversicherung (sofern man eines besitzt) und eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu dem absoluten Minimum an Versicherungen die man besitzen muss.
Selbstverständlich gehört auch eine Krankenversicherung dazu, aber das sollte ja keine Frage sein, oder?

Für Hausbesitzer macht eine Gebäudeversicherung in jedem Falle Sinn.

Ob man generell immer eine Hausratversicherung benötigt ist ein Thema für sich. Spannend, ja, aber eben nicht unbedingt immer erforderlich. Gerade bei jungen Leuten und entsprechender Wohnlage ist häufig kaum ein entsprechender Wert vorhanden der abgesichert werden müsste. Dies ändert sich im Lauf der Jahre und so ist es immer eine sehr individuelle Einschätzung ob man einen solchen Vertrag benötigt. Wichtig wäre es in diesem Falle auch auf entsprechende Einschlüsse des Vertrages zu achten. Wenn Sie zum Beispiel kein Fahrrad besitzen macht es herzlich wenig Sinn dieses zu versichern.

Unfallversicherung? Vom Prinzip her Ja. Allerdings sollte man hier gut überlegen wen und zu welchen Konditionen man versichert. Ein Beispiel: Ältere Personen haben in aller Regel gut vorgesorgt und sind nicht zwangsläufig auf Kapitalleistungen nach einem Unfall angewiesen. Bei Kindern sieht dies ganz anders aus, den diese haben noch das ganze Leben vor sich und müssen im Zweifelsfall mit einem bleibenden Körperschaden ihr ganzes Leben lang mit Einschränkungen rechnen und benötigen daher sehr viel Kapital um dies gegebenenfalls ausgleichen zu können.

Krankenzusatzversicherungen für die Ergänzung der gesetzlichen Kasse, auch Pflegeversicherungen als Ergänzung der gesetzlichen Versorgung können durchaus Sinn machen. Allerdings gilt hier ganz deutlich: je nachdem was man für Leistungen erwartet muss man sich einen solchen Vertrag auch wirklich leisten können. Die günstigen Lockangebote in den einschlägigen Medien versprechen für kleines Geld tollen Schutz. Dies trifft allerdings in der Regel nicht zu und so hat man letztlich Geld ausgegeben und erhält dennoch keine oder nur geringwertige Gegenleistungen im Bedarfsfall.

Sind sie glücklicher Besitzer einer Insassenunfallversicherung?
Bereits vor Jahren hat man von Seiten der Verbraucherschützer festgestellt dass solche Verträge völlig unsinnig und unnötig sind. An solchen Vertrag sollten Sie also tunlichst kündigen.

Nach dieser kleinen Exkursion zum Thema Versicherungen möchte ich noch auf etwas hinweisen: Es sollte gut überlegt sein welche Verträge man wirklich benötigt und welchen Umfang diese Verträge haben sollten. Nehmen wir das Beispiel einer Privathaftpflicht:
Verträge dieser Art gibt es für alleinstehende Personen, Familien, Senioren und eheähnliche Gemeinschaften (wahlweise mit oder ohne Kinder). Die Wahl des richtigen Tarifs entscheidet in dieser Stelle schon über einen mehr oder weniger hohen Beitrag. Prüfen Sie in Ihrem Vertrag mindestens eine Versicherungssumme von 5 Millionen € haben, darunter lohnen sich solche Verträge meist nicht und sie sparen nicht einmal Geld.
Ganz wichtig ist es ob ihre persönlichen Risiken in diesem Vertrag mitversichert sind, viele Versicherer bieten hier kostenfreien Einschluss für unterschiedliche Bereiche zum Beispiel:
Der Verlust beruflicher Schlüssel, das Betreiben privater Flugmodelle, das Führen von Sportbooten (Segel und/oder Motor-Achtung hier gibt es bestimmte Maximalgrößen, sonst benötigen Sie hierfür einen separaten Vertrag), das Hüten fremder Hunde oder Pferde (haben sie ein eigenes Tier wird hierfür ein separater Vertrag benötigt), der Einschluss- auch von deliktunfähigen- Kindern, die Mitversicherung von Öltanks, der Einschluss von eigenen Immobilien und Grundstücken im in- und Ausland und vieles andere mehr. Eine konsequente Risikoanalyse sollte in jedem Fall erfolgen um für möglichst kleines Geld gut versichert zu sein.
Selbstverständlich gilt die Aussage einer gründlichen Analyse auch für alle anderen Verträge. Weiterhin macht es Sinn seine privaten Versicherungen alle 4-5 Jahre einmal auf den Prüfstand zu stellen um festzustellen ob die Verträge noch aktuell und der eigenen Situation angepasst sind.

An dieser Stelle sei auch einmal vor den Vergleichsportalen im Internet gewarnt. Ja, zur Orientierung des Beitrages kann man da mal schauen, aber um effektive Verträge zu finden eher nicht. Eine Beratung ersetzt solch ein Portal nicht und gerade bei Versicherungen ist guter Rat das Beste was einem passieren kann.

Falls Sie es wünschen helfe ich Ihnen als unabhängiger Versicherungsmakler bei einer solchen Prüfung. Ich zeige Ihnen gern und ohne Verpflichtungen ob sie ihre Verträge verändern sollten und, falls dies der Fall ist, wie sie dies am besten machen. Falls Sie Bedenken vor dem Aufwand und dem erforderlichen Schriftverkehr mit ihrer Versicherung haben zu nehme ich Ihnen auch dies kostenfrei ab. Rufen Sie mich doch einfach an: 04455-94 898 70

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